Bayerischer Hof rutscht nach links

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Kaum zu glauben. Das angestaubte, wie aus den Dreißigern des letzten Jahrhunderts wirkende Nobelhotel „Bayerischer Hof“ in München, hat nun beschlossen, sich der Kultur des Känzelns anzuschließen.
Das Hotel, das sich eigentlich Weltoffen gibt und eher konservativ verstanden wird, hat nun den Drall nach links entdeckt.
Nicht anders ist zu erklären, dass der Bayerischer Hof nun dem Ludwig-von-Mises-Institut die Räume für seine jährlichen Konferenzen gekündigt hat. Das Institut verbreitet die Lehren des Gründers Mises und fordert eine liberale Politik mit weniger Steuern, freie Märkte, mehr Eigenverantwortung und weniger Staat. Nichts Spektakuläres jedoch konservativ und z.T. libertär.

Warum der Bayerischer Hof nun den Weg des Känzelns geht ist nicht wirklich klar. Offensichtlich hat die Leitung des Hotels aber, angesichts eines Artikels der Münchner Abendzeitung, kalte Füße bekommen. In dem Artikel stellt die Abendzeitung das Institut an den äußersten rechten Rand hin. Begründet wird das mit aus dem Zusammenhang gerissenen Äußerungen der Mitglieder.

Die gleiche Methode also wie bei den Anekdotensammlungen der Verfassungsschutzorgane im Bund und den Ländern, die genau die gleiche Methode für die „Gutachten“ gegen die AfD benutzt haben.

So wirft die AZ dem Institut vor, eine antidemokratische Gemeinschaft zu sein, die sogar Verbindungen in die USA hat und sogar im Bundestag spricht. So so. Die AZ schreibt, man hätte die Corona-Maßnahmen der Regierung als nicht wissenschaftlich dargestellt. Außerdem macht man der Organisation Vorwürfe, dem Argentinischem Präsidenten Javier Milei einen Preis verliehen zu haben. Ja wem den sonnst, frage ich mich? Wenn jemand auf dieser Welt für liberale Wirtschaftspolitik einen Preis verdient hat, dann wohl Milei. Ach ja, Vertreter des Instituts sollen wohl von der Bay. AfD in den Landtag eingeladen worden sein. Dieser letzte, wohl schwerwiegendste Vorwurf, geht auf Veröffentlichungen der linksextremistischen NGO Campact zurück. Ja, Campact. Das sind diese Leute -wahrscheinlich 12 an der Zahl-, die sich die Lüge von Potsdam haben einfallen lassen. Wir sind also wieder bei der Kontaktschuld... sich mit dem Satan AfD ausgetauscht zu haben.

Der Bayerische Verfassungsschutz sah und sieht allerdings keine Veranlassung das Ludwig-von-Mises-Institut zu beobachten und tut es bis heute nicht.

Dass die Münchner Abendzeitung nun auch linkes Blatt geworden ist, ist mir neu. Orientiert man sich politisch etwa an der „Alpenprawda“ und Ihrem schleichenden wirtschaftlichen Untergang?
Dass der „Bayerischer Hof“ aber auf einen derartigen Mumpitz hereinfällt ist schon vom anderen Kaliber. Nun können sie genau so die Mittelstands-Union und den Wirtschaftsbeirat Bayern ausladen, weil CSU nah. Der linken Denke nach also auch Faschisten.

Nun auch noch paar Worte zum Ludwig von Mises, damit es jeder für sich etwas einordnen kann.
Von Wises war ein österreichischer Jude, Wirtschaftswissenschaftler und Vertreter des klassischen Liberalismus und Libertarismus. Im ersten Weltkrieg diente er als Offizier und wurde mehrfach ausgezeichnet. Nach dem Krieg gab er sich offen antikommunistisch, bezeichnete es sogar als seinen persönlichen Verdienst, dass es in Wien nicht zum Bolschewismus gekommen ist. Das darum, weil er auf den Austromarxisten Otto Bauer eingewirkt hat, der in der SDAP (österr. Sozialdemokraten) hohe Ämter bekleidete. Mises wirkte erfolgreich an der Beendigung der österr. Hyperinflation mit. Er reorganisierte die Nationalbank auf der Grundlage des Goldstandards.
Dank eines Lehrauftrags in Genf entkam Mises der Judenverfolgung in Österreich. 1940 emigrierte er in die USA, weil er sich selbst in der Schweiz nicht sicher fühlte. In NY unterrichtete er u.a. an der New York University (NYU). 1962 wurde Mises das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Ja, seine Lehren sind sehr liberal bis libertär. Diese werden von seinem Institut weitergetragen.
Dass es heutzutage aber für die Linken bereits ein Grund ist auszurasten, ist mittlerweile normal. Man kämpft schließlich nicht gegen rechtsextrem, man kämpft gegen rechts. Daraus machen diese Kräfte auch keinen Hehl mehr.

Von mir aus ein Pfui an die Abendzeitung, erst recht aber an den Bayerischen Hof.

(R.S. 26.08.26 Quellen: Apollo, AZ, Wiki. Bild: H-stt, Lizenz)

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