Kriminalstatistik 2024 ist da
Kriminalstatistik des BKA für 2024 zeigt erneut einen Anstieg der Gewaltkriminalität.
Die nun erschienene PKS für 2024 (Polizeiliche Kriminalstatistik 2024) zeigt zwar bei der Gesamtheit der Straftaten einen Rückgang um 1,7%, doch stieg die Gewaltkriminalität erneut um 1,5%. Ehrlicher weise weist das Bundeskriminalamt auf den Umstand hin, dass der Rückgang der Gesamtzahl der Kriminalfälle auf die Teillegalisierung von Cannabis zurückzuführen ist, wodurch viele Fälle in Zusammenhang mit Cannabis aus der Statistik gefallen sind.
Insgesamt wurden im Jahr 2024 in Deutschland 5.837.445 Straftaten registriert, die Aufklärungsquote lag bei 58%.
Besorgniserregend ist der erneuter Anstieg der Gewaltkriminalität um ganze 1,5%. Insgesamt sollen 217.277 Fälle der Gewaltkriminalität registriert worden sein. Besonderen Anlass zur Sorge zeigt der Anstieg bei Gewalttaten durch Kinder. Hier wurde ein Anstieg von 11,3% registriert. Bei Jugendlichen ein Anstieg um 3,8%.
Der Anstieg der Gewaltkriminalität betrug bei nichtdeutschen Tatverdächtigen (also solchen ohne deutsche Staatsangehörigkeit) 7,5%. Diese Bevölkerungsgruppe ist an dem Anstieg der Gewalt überproportional beteiligt. Inwieweit auch deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund zum Anstieg der Gewaltkriminalität beigetragen haben wird nicht erfasst. Diese zählen in der Statistik als Deutsche.
Bei den Sexualdelikten gibt es einen sehr deutlichen Anstieg um 9,3%.
Die Gesamte Anzahl der Straftaten setzt sich wie folgt zusammen
Straftaten gegen das Leben: 0,1%
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: 2,2%
Rauschgiftdelikte: 3,9%
Verstöße gegen das Ausländerrecht: 4,9%
Sachbeschädigungen: 9,5%
Körperverletzungen: 10,7%
Betrug: 12,7%
Schwerer Diebstahl: 13,6%
Einfacher Diebstahl: 19,7%
Sonstige: 22,7%
Es gab insgesamt 2.303 Fälle von Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen, was einen Anstieg um 0,9% ausmacht.
Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall, auch mit Todesfolge, stieg um erschreckende 9,3% auf insgesamt 12.186 Fälle
Gefährliche und schwere Körperverletzung stieg um 2,4 Prozent auf 158.177 Fälle
Raubdelikte stiegen um 3,7% auf insgesamt 44.857 Fälle
Besonders interessant finden wir die Aufstellung, wo man am häufigsten Opfer von Gewalt werden kann. Hier die interessantesten:
Gaststätten 3,1%, Schule und andere Bildungseinrichtungen: 3,5%, Märkte und Warenhäuser: 4,2%, Sport- und Freizeiteinrichtungen: 6,0%, Öffentlicher Verkehr: 9,4%, Wohnung: 22,3%, Straße und Plätze (ohne Parkanlagen, ohne Grünanlagen und ohne Verkehrseinrichtungen): 29,4%.
Bei dem s.g. Bereich „Messerkriminalität“ wurden insgesamt 29.014 Taten erfasst. 54,3 % davon war Gewaltkriminalität, 43,3% Bedrohung und 2,4% waren Angriffe auf Vollstreckungsbeamte oder Nötigung.
In der Kriminalstatistik wurden insgesamt 913.196 nichtdeutsche Straftäter erfasst, also solche ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Das sind insgesamt 41,8% aller Tatverdächtigen. Gemessen an dem Anteil Nichtdeutscher an der Gesamtbevölkerung ist das eine erschreckend hohe Zahl.
In der PKS 2024 wurde erstmals eine Messzahl eingeführt, die die Anzahl der Tatverdächtigen auf 100.000 Einwohner angibt. Diese Messzahl wurde Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) genannt.
Diese TVBZ beträgt bei Deutschen 1.878 (Tatverdächtige auf 100.000 Einwohner) bei nichtdeutschen Tatverdächtigen beträgt die TVBZ 5.091.
Das erzeugt ein Missverhältnis von 1 : 2,7. Da Deutsche mit Migrationshintergrund als Deutsche gezählt werden, zeigt die Kriminalstatistik recht genau, dass der Großteil der Kriminalität auf neue Zugereiste ohne deutsche Staatsbürgerschaft zurückzuführen ist.
(RS 13.05.25)