Pocałuj mnie w dupie, sagt der Pole und geht.

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Viele früher eingewanderte Fachkräfte wollen hier weg.

Deutschland war früher ein attraktives Land für ausgebildete Arbeitnehmer aus Europa und der Welt. Und so wanderten viele aus europäischen Ländern wie Polen, Ungarn, Rumänien aber auch aus der Türkei oder der Ukraine ein. Dieser Personenkreis übernahm hier wichtige Arbeiten, in der IT-Branche, in der Pflege- und Gesundheitsbranche, in der Produktion, im Verkehr und allgemeiner Logistik.
Nun will eine große Anzahl dieser Arbeitnehmer und Selbstständigen Deutschland verlassen.

Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), tragen sich viele unserer eingewanderten Fachkräfte mit dem
Gedanken, Deutschland wieder zu verlassen.
So haben 26% aus diesem Personenkreis (das sind ca. 2,6 Millionen) bereits diesen Gedanken, ca. 300.000 Personen (das sind 3%) haben bereits konkrete Pläne.

Besonders unzufrieden mit Deutschland scheinen Polen aber auch Rumänen zu sein. Auch ein beträchtlicher Teil aus nicht EU-Ländern will gehen, vor allem Türken aber auch Ukrainer.

Bei Menschen, die nicht unbedingt zurück in die Heimat wollen, werden insbesondere die Schweiz, die USA und Spanien als Ziel genannt.
Besonders groß ist die Anzahl der Auswanderungswilligen „Fachkräfte“ in der IT-Branche, in der Finanz- und Versicherungsbranche sowie bei Dienstleistern, die rund um Unternehmen angesiedelt sind. Hier zeigt sich der Auswanderungswille bei bis zu 39% der Befragten.

Wow!

Und womit hat sich Deutschland denn so unbeliebt bei den, bald nicht mehr unseren, Fachkräften gemacht?
Als Hauptgründe benennen die Befragten z.B. die Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik, persönliche Gründe (das sagt man immer, wenn man eigentlich nichts sagen will), hohe Steuerlast und Bürokratie. Es sind natürlich auch Gründe benannt worden wie z.B. Heimweh, Familienbindung usw.
Immerhin zeigten sich rund 21% der Wegzugwilligen für den Gedanken offen, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Wenn man böse sein möchte, könnte man hier nachsetzen und sagen „wenn Deutschland uns wieder etwas zu bieten hat“.

Und hier zeigt sich das ganze Dilemma. Deutschland ist offensichtlich für viele früher eingewanderte Fachkräfte nicht mehr attraktiv und bietet keine Bleibeperspektive. Und das zu einer Zeit, wo das Land permanent predigt, dass wir Fachkräfte benötigen. Eigentlich ist diese Studie ein Schlag ins Gesicht der Politik der letzten zwei Jahrzehnte.
Während ein Kanzler Schröder noch recht erfolgreich das Land umkrempelte, erleben wir seit Frau Merkel einen Stillstand mit zunehmender Abwärtstendenz.

Wir vergrämen eingewanderte (aber auch zunehmend deutsche) Fachkräfte mit extrem hohen Steuern, fehlenden aber dafür teurem Wohnraum, erheblichen Abgaben, extrem aufgeblasener Bürokratie, teuren Preisen, schlechter Bildung, schlechter Rentenperspektive und erodierender innerer Sicherheit. Bieten dafür aber eine Pflicht zur Haltung und gebieten allen gefälligst das Maul zu halten.

Und so sagt der Pole „pocałuj mnie w dupie”, der Rumäne „să mă pupi în fund”, der Spanier „bésame el colo”, was alles nichts anderes heißt wie “leck mich am Gesäß”, und geht.

(RS. 13.06.25 Quelle: IAB)

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