Merz ist schon im Krieg!
Die gestrige Rede des wenig geliebten Kanzlers Friedrich Merz bei der Münchener Sicherheitskonferenz zeigt vor allem, dass Merz ein Problem damit hat die Wirklichkeit zu erkennen. Während seine Reden zu der innerdeutschen Situation permanent davon geprägt sind, seine Politik würde wunderbar funktionieren und was hätte er in Deutschland nicht alles schon bewegt und was noch alles bewegt werden wird, sind seine Reden zur Internationalen Lage derzeit davon geprägt Europa völlig zu überschätzen, den nicht vorhandenen Zusammenhalt in der EU und ihre internationale Bedeutung herbeizureden.
Der selbsterklärte Transatlantiker von früher, reißt in seinen Reden nach und nach alle Brücken Richtung USA ein und träumt scheinbar von einer Atommacht EU.
In seiner Rede in München sagt Merz z.B:
„Wir werden die Bundeswehr so schnell wie möglich zur stärksten Armee in Europa machen“
„Wir sind in eine neue Phase der offenen Konflikte und Kriege eingetreten“
„Es gibt keine regelbasierte internationale Ordnung mehr“
„Der Anspruch der USA auf die Weltherrschaft wird bereits in Frage gestellt, wenn er nicht sogar ganz verloren geht“
„Wir haben Moskau noch nie dagewesene Verluste und Kosten zugefügt“
„Wenn es sinnvoll ist, zu reden, sind wir bereit zu verhandeln. Aber Russland sollte anerkennen, dass es tatsächlich bereit ist, über einen Waffenstillstand und dann über einen Friedensplan zu sprechen“
„Dänemark weiß, dass es auf die europäische Solidarität zählen kann. In dieser Hinsicht gibt es keine Einschränkungen“
Es kommt einem so vor, als würde sich Merz innerlich bereits im Krieg befinden.
Derweil verliert die Münchener Sicherheitskonferenz scheinbar an Bedeutung. Es sind zwar alle ranghöchsten Köpfe Europas vertreten, die USA und China wird aber lediglich durch den jeweiligen Außenminister repräsentiert. Vertreter Russlands wurden erst gar nicht eingeladen.
Die Europäischen „Eliten“ steigen in den geopolitischen Krieg ein, ohne dass die EU auch nur ansatzweise dazu fähig wäre. Die EU ist weder wirtschaftlich dazu fähig, noch existiert irgendeine Einigkeit, außer in den Köpfen weiniger „Großkopferter“ Europas, die man mehr oder weniger an einer Hand abzählen kann.
Auf der Sicherheitskonferenz findet eine Eigensuggestion der EU-Eliten statt. Das ist surreal und völlig vorbei an der Wirklichkeit.
Die Sicherheitskonferenz weiß nicht mehr was sie sein will. Will sie Friedensvermittler sein, eine Gesprächsplattform, Brückenbauer oder gar Brückenvernichter?
Es ist absehbar, dass sie wahrscheinlich nach und nach ihre Bedeutung verlieren wird. Die Sicherheitspolitik findet mittlerweile ganz woanders statt.
Mit Spannung und schlotternden Hosen wird zur Stunde die Rede des US-Außenministers Rubio in München erwartet. Die Angst der EU-Eliten in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen ist deutlich spürbar.
(RS. 14.02.26)