Kirchenspaltung rückt näher
Die katholische Genderkirche nimmt weiter Gestalt an.
Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, setzt die Handreichung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der Katholiken mit dem Titel „Segen gibt der Liebe Kraft“ um. Damit ordnet er die Segnung von homosexuellen, Geschiedenen und queeren Paaren in seinem Bistum an.
Damit richtet sich der Kardinal, der zu den s.g. Linkskatholiken gezählt wird, gegen die geltende Kirchenlehre, die katholischen Traditionen aber auch gegen Rom.
Der Schritt ist äußerst umstritten. Während traditionelle Katholiken und Lebensrechtler entsetzt sind und von einer Kirchen-Revolution sprechen, begrüßt die ökumenische Initiative „Homosexuelle und Kirche“ diesen Schritt.
So spricht die Tagespost von einem Kotau des Kardinals vor dem Genderismus. Es wird beklagt, man stelle das Queerpastoral auf die gleiche Stufe mit dem Ehe- und Familienpastoral während die Sorge um das ewige Heil der Seelen völlig untergeht. Es wird von einer Theologie gesprochen, die sich von Rom und der Weltkirche lossagt. Man wirft dem Kardinal vor, eine Reverenz an den neuen, offen schwulen Bürgermeister Münchens erwiesen zu haben.
Die Seite der Linkskatholiken und die Initiative „Homosexuelle und Kirche“ spricht hingegen, damit könne Liebenden, die sich nach der Definition der katholischen Kirche in "irregulären" Lebenssituationen befinden, der Segen Gottes zugesprochen werden.
Wie sich der Papst zu der neuen Provokation stellen wird ist noch nicht klar. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem Papst Franziskus, der in Kirchenkreisen schon hier und da als Kommunist geschimpft wurde, ist der aktuelle Papst Leo XIV deutlich traditioneller.
Er kann zwar mit der Genderkirche rein gar nichts anfangen und ist mit dem „Synodalen Weg“ nicht einverstanden, doch glänzte er in strittigen Fragen bisher durch Untätigkeit und Zaudertum.
Wir haben hier wiederholt über die Bemühungen der Linkskatholiken, eine Genderkirche in Deutschland zu installieren, berichtet. Bis jetzt behielten wir recht. Die Tendenzen zum Schisma (Spaltung) sind deutlicher als je zuvor. Die Vorgänge legen nahe, die linken Teile der Gesellschaft versuchen nun auch die katholische Kirche zu übernehmen. Es bleibt spannend, wie es bei den Katholiken in Deutschland nun weitergeht. Wir bleiben dran.
(R.S. 22.04.26, Quelle: Die Tagespost, katholisch.de. Foto: Dermot Roantree via Wikipedia)