Sind Windkraftanlagen Teufelszeug?

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Zu Ende 2024 waren in Deutschland lt. Fachagentur Wind und Solar 28.766 Onshore-Windenergieanlagen installiert. Dank einer großzügigen Förderung und begünstigenden Gesetzen und Regelungen, rollt der Rubel für die Inverstoren. Alleine 2024 wurden 635 neue Anlagen errichtet.

Diese Anlagen haben allerdings viele Gegner in der Bevölkerung. Oftmals werden die Anlagen in unmittelbarer Nähe zum Wohnort aufgestellt. Oft werden wunderschöne Wälder zum Teil abgeholzt um Anlagen zu errichten. Da wird auch vor Naturschutzgebieten oftmals kein Halt gemacht.
Zur Verhinderung neuer Anlagen gibt es wachsenden Widerstand, es werden Initiativen gegründet, es wird geklagt. Die Menschen, die in der Nähe solcher Anlagen wohnen oder wo solche Anlagen in Planung sind, fürchten den Lärm, den Infraschall, fürchten die Stroboskopeffekte, fürchten mögliche Gesundheitsschädigungen durch den Mikroabrieb gefährlicher Stoffe, fürchten den Wertverfall der Immobilie und bedauern die Verschandelung des Landschaftsbildes.
Eine Beeindruckende Karte der Bürgerinitiativen gegen Windkraft sehen Sie auf der Seite von Windwahn.com.

Aber gibt es tatsächlich Gründe sich vor diesen „Windmühlen“, wie sie im Volksmund genannt werden, zu fürchten? Betrachten wir das etwas detaillierter.

1. Lärm

Der Schall wird bekanntlich nicht nur durch die Ohren aufgenommen. Seit dem Medizinnobelpreis 2021 wissen wir, dass auch die Haut entsprechende Rezeptoren für Druck besitzt. Diese Piezo-Rezeptoren übernehmen im Körper wichtige regulatorische Funktionen, etwa beim Erhalt des Blutdrucks, in der Blasenkontrolle oder bei der Atmung. Selbst also wenn Sie das Glück haben mit den Ohren keinen Infraschall bewusst wahrzunehmen, Ihr Körper spürt Ihn. Dass von den Windkraftanlagen ein Infraschall ausgeht ist unumstritten. Die gesundheitlichen Folgen des Infraschalls sind weitgehend unerforscht.
Zu den möglichen Auswirkungen gehören Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Ermüdung, Konzentrationsstörungen und ein allgemeines Unwohlsein. Es gibt auch Berichte über Benommenheit, Missempfindungen und Beeinträchtigung der Atemfrequenz. Bei sehr hohen Pegeln können auch dauernde Schäden entstehen. Das gibt auch das Bayerische Landesamt für Umwelt in einer Schrift mit dem TitelWindenergieanlagen, Infraschall und Gesundheit“ zu.
Infraschall kann nicht abgeschirmt werden. Schallschutzfenster nutzen also nichts. Ferner wird er kilometerweit übertragen. Der Infraschall von 1Hz hat eine Wellenlänge von 340m. Bei 10 Hz sind es immerhin noch 34m. Das bedeutet, dass sich diese Wellen in einer Minute ganze 20 km bewegen können. Wie weit das trägt hängt nur vom Pegel ab.
Außer Infraschall erzeugen Windkraftanlagen auch hörbaren Schall, insbesondere durch die Windverwirbelungen an den Rotorblättern sowie mechanische Geräusche durch das Getriebe und den Generator. EnBW schreibt auf seiner Homepage verniedlichend, ein Windrad in 500m Entfernung würde mit 40dB(A) nur so laut sein wie ein Kühlschrank. Aber möchte man wirklich permanent ein Kühlschrankgeräusch in unmittelbarer Nähe um sich haben oder gar mit einem Kühlschrank am Ohr schlafen? Über die Infraschallpegel schreibt EnBW nichts. Verharmlost aber mit der Aussage, Windenergieanlagen wären verhältnismäßig schwache Infraschallquellen. Laut Messungen der Landesanstalt für Umwelt in Baden-Württemberg (LUBW) liegt der Infraschall bereits bei einem Abstand von 150 Metern von einer Windkraftanlage unter der Wahrnehmungsgrenze des Menschen. Nach wenigen hundert Metern wird er von weiteren natürlichen Geräuschen überdeckt. Aus diesem Grund geht man nicht von Belästigungseffekten bei Infraschall aus.
Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung mit Infraschall berichten, nichts davon ist wahr. Dieser Schall wird weder überdeckt noch ist er irgendwie abzuschirmen. Es stellen sich Fragen wie: wurde nicht in Gebäuden gemessen? Warum wird Infraschall in dB(A) angegeben? usw.
Es
wird nirgendwo erwähnt, dass tiefe Frequenzen ganz anders zu bewerten sind. Das funktioniert mit der Bewertung A, also die bekannten dB(A) nicht. Hier muss gesondert mit der Z Bewertung gearbeitet werden, also dB(Z). Die Seite, die uns diese Messungen näher bringen würde, ist auf sonderbare Weise nicht erreichbar.
Dafür wenigstens der Link zu EnBW: https://www.enbw.com/unternehmen/themen/windkraft/windkraftanlagen-infraschall.html
Wer also behauptet, eine Windkraftanlage wäre wie ein Kühlschrank mit 40 dB(A), der verbreitet schlichte Desinformation durch Auslassung.

Wen ein akutes Infraschallphänomen hier im Chiemgau interessiert (hat allerdings nichts mit Windkraftanlagen zu tun), das habe ich bereits
hier ausführlich beleuchtet.

2. Stroboskopeffekte

Der Stroboskopeffekt bei Windkraftanlagen wird auch "Disco-Effekt" genannt.
Das entsteht durch den Schattenwurf der sich drehenden Rotorblätter bei bestimmten Sonnenständen und Windrichtungen. Bei älteren Anlagen kam zum Schattenwurf auch eine Sonnenreflektion durch die Rotorblätter hinzu, also eine wiederkehrende drehzahlabhängige Blendung. Dieser Effekt hat nachgelassen, da die Windräder nun mit nicht reflektierenden Farben bestrichen werden.
Mich persönlich würde der Schattenwurf, der bis zu einem Kilometer reichen kann, völlig wahnsinnig machen. Ein beeindruckendes Video dazu haben wir bei YouTube hier gefunden.
Mittlerweile sollen moderne Anlagen rechnergesteuert zu bestimmten Zeiten und bei sonnigen Wetterlagen abschalten, um den Schattenwurf auf bestimmte Bereiche zu verhindern. Soweit also Entwarnung.

3. Mikropartikel in der Umgebung und gefährliche Stoffe.

Immer wieder wird behauptet, durch den Abrieb an Windkraftanlagen würden gefährliche Stoffe wie Mikroplastik, Verbundfasern, Epoxidharz, PFAS, Bisphenol-A usw. in die Umwelt geraten. Diese Behauptung kann gar nicht so falsch sein, wenn selbst die Betreiber der Anlagen zugeben, vor allem an den Flügelspitzen mit Abrieb Probleme zu haben. Als Gegenmaßnahme sollen spezielle Folierung sowie der Einsatz spezieller Lacke Abhilfe schaffen. Auf der Seite energiewende.eu wird offen zugegeben, dass die Mengen nur geschätzt werden können. So richtig wissen tue man es nicht. Verharmlosend gibt man an, dass der Abrieb an den Schuhsolen in Deutschland das Sechsfache dessen ausmacht, was die Windkraftanlagen so an Substanz verlieren. Alleine so etwas zu behaupten kann als Desinformation gewertet werden, wo man doch zugibt gar nicht zu wissen, wie viel Abrieb eigentlich gegeben ist.

Und welche Stoffe sind in den Rotorblättern so verbaut?
Flügel von Windkraftanlagen bestehen hauptsächlich aus Faserverbundstoffen. Das sind in Epoxidharz getränkte Glas- oder Carbonfasern (GFK / CFK). Glasfaser? Ja, die Diskussion um die Gefährlichkeit von Glasfasern hatten wir vor Jahrzehnten bereits. Gefühlt kam damals auch Asbest in Verruf. Ob Glasfaser tatsächlich, wie damals befürchtet, Lungenkrebs verursachen kann, wurde nie bewiesen. Allerdings steht fest, dass Glasfaser die Atemwege reizen können und auch zu Hautreizungen führen. Chronische Lungenerkrankungen sind möglich, vor allem wenn die Faser biobeständig ist. Kohlestoffaser werden als weniger problematisch angesehen. Allerdings können im Brandfall eine Vielzahl an akut toxischen Verbindungen entstehen. Auch können dabei lungengängige Fasern entstehen, die in die Lungenbläschen passen aber gleichzeitig so sperrig sind, dass sie nicht einfach abgeatmet oder abgehustet werden können. Auch die verwendeten Epoxidharze sind bedenklich. Vor allem wenn Styrol verwendet wird, was sehr oft der Fall sein dürfte. Die Verwendung von Styrol wird nicht abgestritten, auch wenn man angibt nach "besseren Lösungen" zu suchen. Auch wenn Styrol nicht zu den PFAS Substanzen gehört, so steht er doch im Verdacht krebserregend zu sein, kann zudem zu Reizungen der Augen, Haut und Atemwege führen und neurologische Effekte wie Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsstörungen verursachen. Kritiker dieser Aussage können sicher anmerken, dass Styrol im ausgehärteten Zustand gar nicht gefährlich sein kann. Warum rät man uns dann aber bei Schaumstoffen des täglichen Bedarfs unbedingt auf Styrolfreiheit zu achten und nur schadstoffgeprüfte Ware zu verwenden?
Auch PFAS Substanzen kommen in Windkraftanlagen zur Anwendung, vor allem in Beschichtungen und Farben die dazu dienen, die Rotorblätter vor Witterungseinflüssen zu schützen. Auch in den Schaltanlagen der Windkraftanlagen kommen PFAS haltige Substanzen zum Einsatz.
Eine Untersuchung von Wildschweinlebern, die seit jeher als ein Indikator für Umweltbelastungen dienen, zeigt, dass in vielen Gegenden die Belastung der Wildschweinleber mit PFAS (Per- und polyfluorierende Alkylsubstanzen) erheblich ist. Lt. Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz liegt die Belastung zwischen 98 und 738 Mikrogramm pro Kilogramm. Der Grenzwert liegt bei 50. Es wird zwar vermutet, dass diese Werte womöglich mit dem Abrieb an den Windkraftanlagen zusammenhängen. Ein Beweis bleibt aber aus.


4. Eis(weit)wurf

Ein eher belächeltes Thema bei Windkraftanklagen ist der s.g. Eiswurf. Darunter versteht man das Abwerfen von Eis von den Rotorblättern im Betrieb. Je nach Größe der Anlage können Eisplatten, die sich von den Rotorblättern ablösen mehrere Hundert Meter weit fliegen. Bei Anlagen die nicht weit genug entfernt von Wegen, Straßen oder Gebäuden stehen kommen Eisabschaltsysteme oder Enteisungsanlagen zum Einsatz. Zwar ist bei den Anlagen in Deutschland noch zu keinen Personenschäden und nur zu geringen Sachschäden gekommen, doch wird bei winterlicher Witterung zum Abstand zu den Anlagen geraten.

5. Wertverlust der Immobilie

Eine Minderung des Immobilienwertes im Zusammenhang mit Windkraftanlagen ist unbestritten. Studien des Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung zeigen, dass der Wertverlust zwischen 7% und 23% liegen kann. Zahlen aus der Schweiz zeigen einen Verlust zwischen 9% und 25%. Je näher die Anlage, desto höher der Verlust. Klagen gegen die Betreiber ist schwierig, da der tatsächliche Verlust belegt werden muss. Hohe Gutachterkosten, Anwaltskosten und schlechte Erfolgsaussichten schrecken viele Betroffene von einer Klage ab. Und die Gerichte sind in den Urteilen nicht wirklich klägerfreundlich. Die Befürworter der Windkraftanlagen behaupten auf vielen Seiten, einen solchen „Verlust“ gäbe es gar nicht oder, falls doch, ist er nur sehr gering und würde sich mit der Zeit sowieso relativieren.

Über die Verschandelung der Landschaft schreiben wir hier nichts. Das muss jeder für sich selbst beurteilen.
Über den Sinn der s.g. Energiewende wollen wir uns hier aber doch auslassen.

Unser Fazit

Der Sinn der Windkraftanlagen besteht angeblich darin, die Emissionen an CO² bei der Energieerzeugung im Zuge einer Rettung des Klimas zu vermindern. Das wird uns so erzählt. Wer an menschengemachten Klimawandel glaubt, möge das tun. Wir werden hier in einigen Wochen aufzeigen, wie Unsinnig diverse Behauptungen der Klimaalarmisten sind und gar gegen simple Gesetze der Physik und gegen die Vernunft verstoßen.

Deutschland stieß vor Beginn der s.g. Energiewende im Jahr 1990 energiebedingt ganze 992 Mio Tonnen CO² aus. Im Jahr 2024 waren es 649 Mio Tonnen. Die Reduktion binnen 34 Jahre Betrug also sportliche 35%.
Der globale also weltweite Ausstoß an CO² betrug im Jahr 2024 satte 37,4 Milliarden Tonnen. Statista gibt den Anteil Deutschlands am Globalen CO² Ausstoß mit 1,58% an. Wir kommen rechnerisch auf 1,7%.
Wenn Deutschland sofort sämtliche Verbrennerfahrzeuge abschaffen würde, sämtliche Kohle- und Gaskraftwerke stilllegte, sämtliche Industrie abschaffte, nicht mehr mit Gas, Öl oder Holz heizte, den Flugbetrieb einstellte, kein Eisen mehr schmiedete sich also zurück in die Steinzeit versetzte und den CO² Ausstoß auf null reduzierte, würden weltweit lediglich ganze 1,58 - 1,7% CO² weniger emittiert. Rein rechnerisch heißt es, wenn sich Deutschland zurück zur Agrarwirtschaft entwickelt, würden rein rechnerisch sechs (6) Partikel pro Million anderer Partikel weniger in der Atmosphäre schweben. Eine Reduktion von 427 auf 421 Partikel p. Mio. Diesen Gedanken betrachten wir gesondert hier.
Da aber nicht sämtliches erzeugtes CO² in die Atmosphäre aufsteigt sondern in Pflanzen zu Sauerstoff verarbeitet wird oder im Wasser gelöst wird, würde Deutschland mit einer sofortigen Rückkehr in die Steinzeit wahrscheinlich nur 2-4 Partikel pro Million aus der Atmosphäre entfernen. Statt 427 Partikel wären es dann 423 pro Million anderer Partikel. Wer angesichts dieser Zahlen allen Ernstes weiterhin behauptet, das wirtschaftliche Harakiri Deutschlands rechtfertigt so etwas, der kann nicht ganz sauber in der Oberstube sein.

Auf die ursprüngliche Frage bezogen nun unsere Antwort:
Ja, die Windmühlen sind Teufelszeug für die unmittelbar betroffenen Menschen aber auch Teufelszeug für unsere wirtschaftliche Zukunft und damit für die Freiheit.

(RS 27.07.2025)
(Quellen: im Text, Wiki, Bild1: Leonhard Lenz, CC0, via Wikimedia Commons, Bild2: chaddy via Wikimedia)

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